Fashion Week Rückblick – Teil 1

Wie alles begann 

Mitte Juni bekamen wir eine Anfrage von WEMPE, mit der Nachfrage, ob wir gemeinsam einen Sweet Table für die Marina Hoermanseder Show in Berlin ausstatten wollen. Hier kannst du noch einmal reinlesen, was genau geschah 🙂

Es hieß also innerhalb von drei Wochen ein Konzept auszuarbeiten, alles, was wir an zusätzlichen Zutaten und Dekoelementen benötigen, einzukaufen und anschließend zu backen was das Zeug hält. Auch Dinge, an die wir zunächst gar nicht gedacht hatten, mussten wir jetzt aufgrund der Größe des Events berücksichtigen. Dazu zählte nicht nur die erneute Wahl unserer Unternehmensform sondern auch der Schutz unserer Marke. Es war wirklich einiges, was auf einmal unglaublich wichtig und dringend geworden ist. Jeder Fehler und jede falsche Entscheidungen hätte hier fatale Folgen haben können, wodurch es anfangs schwer war, dem Ganzen Stand zu halten und zu vertrauen, dass wir das alles schaffen werden.

Gott sei Dank haben wir hier riesig viel Unterstützung von Sandra bekommen, die bei der Kanzlei Arnecke Sibeth Dabelstein arbeitet. Dies gab uns etwas Luft um mit der Konzeption zu beginnen. Zunächst haben wir hierfür ein Moodboard angefertigt. Sowohl WEMPE als auch Marina waren von dem Konzept begeistert und wir konnten direkt loslegen.

Angefangen haben wir dann mit der Anfertigung der 800 Cookies für die Goody-Bags. Für die Herstellung und Verzierung planten wir den größten Teil der Zeit ein. Wir wollten, dass sie etwas besonderes, außergewöhnliches und auf ihre Art und Weise perfekt sind. Sie sollten WEMPE, Marina und uns widerspiegeln und jedem Gast sowohl geschmacklich als auch optisch eine Freude bereiten.

Wir haben lange überlegt, welchen Keksausstecher wir nutzen. Welche Größe und Form die beste sein wird. Wir entschieden uns zu dem Zeitpunkt für ein kleines, süßes Herzchen. Für die Kekse haben wir ein altes Familien-Plätzchenrezept ausgewählt. Diese Plätzchen backt Papa jedes Jahr zu Weihnachten und wir lieben sie so sehr, dass meistens auch nur diese Plätzchen gegessen werden und keine anderen eine Chance haben. Der Gedanke, dass unsere Plätzchen auf der Fashion Week sein würden, war einfach super super schön!

Als der Teig fertig war ging es dann richtig an die Arbeit. 20 Liter Keksteig mussten ausgerollt und 800 Cookies ausgestochen, mit Eigelb bestrichen und gebacken werden. Dabei hatten wir unheimlich viel Hilfe von unseren zwei fleißigen Helferinnen Chiara und Ute, die bis zum letzten Keks durchgehalten und alles gegeben haben.

Umso mehr tat es uns leid, als wir am nächsten Morgen eine Entscheidung treffen mussten. Ich hatte mir die Kekse am Vorabend angesehen und irgendwie habe ich es einfach nicht gefühlt. Ich wollte erst nichts sagen, da sich alle so viel Mühe gegeben haben aber am nächsten Tag kam Mama zu mir und sagte: “Nina.. sie sind es nicht”. Ich habe sie lächelnd angesehen. “Ich weiß”.

Wir entschieden uns nochmal von vorne anzufangen. An diesem Morgen kam überraschenderweise auch die Cookie-Form an, die wir anfangs auf gut Glück in Amerika bestellt hatten. Die perfekte Form. Es hatte einfach so sein sollen.

Die nächsten zwei Tage haben wir beide Kekse gebacken wie die Verrückten. Ausrollen, ausstechen, bestreichen, backen, abkühlen, zählen – und von vorne. Während der gesamten Vorbereitungszeit standen vier Hochzeiten und eine Vielzahl an kleineren Torten und Sweet Tables an. Ich bin mir bis heute nicht ganz sicher, welche Superkräfte uns zu dieser Zeit getragen haben. Eine ganz große Superkraft war, so viel steht fest, unendliche Vorfreude auf das, was kommt und Liebe für das, was wir machen dürfen. Auch der 800ste (oder in diesem Fall 1600ste) Cookie hat uns einfach nur glücklich gemacht. Ich weiß noch wie ich Mama als wir zur Hälfte durch waren gefragt habe, ob die Cookies mich evtl. irgendwann so richtig nerven würden. Aber nein. Sie waren einfach zu wundervoll und für mich das Schönste, was ich je erschaffen habe.

Wenn ihr jetzt denkt, das Backen wäre der größte Teil der Arbeit gewesen: Wir haben für die anschließende Fertigstellung der Cookies über eine Woche gebraucht. Das Fondant, welches wir für die Cookies verwendet haben, war selbst gemachtes Marshmallow-Fondant. Das vermutlich einzige Fondant, das wirklich wirklich gut schmeckt. Wir haben 15kg Fondant hergestellt, geknetet, ausgerollt und ausgestochen. Auch hier haben Chiara, Ute und auch Papa sehr viel geholfen. Da das Fondant anfangs relativ fest ist und weich geknetet werden muss ist es nach einer gewissen Zeit körperlich ein Ding der Unmöglichkeit, weiter zu kneten. Wir sind deshalb so unglaublich dankbar, dass die drei da waren!

Jeder einzelne Cookie wurde danach mit Fondant bedeckt, mit Farben besprüht und mit Gold verziert. Den letzten Schliff gab dann die WEMPE Prägung, die in der Mitte des Cookies ihren Ehrenplatz fand.

Nachdem die Cookies fertig waren mussten sie eingepackt, die Tüten mit unserem Logo beklebt und mit einem WEMPE-Schleifchen zugebunden werden. Hierbei haben uns Jeanette, Julia, Daniel, Barbara, Ute und Antonia ganz ganz viel geholfen. Als am Ende alle 800 Cookies eingepackt waren konnten wir kaum unseren Blick von ihnen wenden. Jeder einzelne war für sich etwas ganz besonderes und keiner war genau so wie der andere.

Wir haben gleich danach mit der Anfertigung von 300 wunderhübschen Pastell-Cakepops begonnen, die wir mit Echtgold und Schleifchen verzierten. Daraufhin haben wir 300 Cupcakes in den Sorten Peanutbutter-Jelly, Zitrone-Himbeere, Zitrone-Passionsfrucht, Schokolade-Salzkaramell und Erdbeer-Vanille angefertigt. Zu guter letzt wurden 150 Macarons und 150 Pastell-Baisers fertig gestellt und verpackt. Jede Nacht hat eine von uns bis 3 oder 4 Uhr morgens gearbeitet, während die andere um 6 Uhr morgens weiter machte. Zum Ende hin haben wir beide kaum noch geschlafen. Aber alles schien irgendwie möglich.

Fortsetzung folgt…

 

 

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